Ausstellungspavillon Lustgarten

Bezirk: Mitte
Adresse vor 1945: Am Lustgarten
Adresse heute: Am Lustgarten, 10178 Berlin

Am 8. Mai 1942 wurde hier ein zeltartiger Pavillon eröffnet, in dem die NS-Propagandaausstellung „Das Sowjet-Paradies“ gezeigt wurde. Die gegen den Kriegsgegner UdSSR gerichtete Schau zog in der ersten Woche bereits 250.000 Besucher an. Am 18. Mai unternahm die überwiegend aus Juden bestehende kommunistische Widerstandsgruppe um Herbert Baum zusammen mit Gleichgesinnten einen Brandanschlag auf den Ausstellungsbau. Bis zum Februar 1943 verhaftete die Gestapo etwa 50 Tatverdächtige. In Berlin wurden - als "Vergeltungsmaßnahme" - zudem 154 Juden durch die Gestapo festgenommen und in das Konzentrationslager Sachsenhausen verbracht. Hier ermordete man sie zusammen mit 96 weiteren, dort schon befindlichen jüdischen Häftlingen. 250 weitere jüdische Berliner wurden bis Oktober 1942 ebenfalls in das Konzentrationslager Sachsenhausen eingeliefert. Viele starben in der Gefangenschaft oder wurden in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert.


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