Staatsbibliothek Berlin

Bezirk: Mitte
Adresse vor 1945: Unter den Linden 8
Adresse heute: Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Die Anfänge der Staatsbibliothek gehen auf die 1661 gegründete Bibliothek der Kurfürsten von Brandenburg zurück. Mit dem Aufstieg Preußens zum Königreich entstand hieraus 1701 die Königliche Bibliothek. 1810 unterstellte man die Hofbibliothek der allgemeinen preußischen Staatsverwaltung.
In der NS-Zeit wurden Mitarbeiter/innen der Preußischen Staatsbibliothek aus „rassischen“ oder politischen Gründen entlassen. Die Diskriminierung von Juden betraf auch die Leserschaft der Bibliothek. 1933 rief die NSDAP zu einem Boykott jüdischer Leser in der Staatsbibliothek auf. Ende 1938 wurde Juden der Zugang gänzlich verwehrt. Mit einer Sondergenehmigung dürfte Max Herrmann (1865-1942) noch bis 1941 als letzter jüdischer Leser in der NS-Zeit die Bibliothek betreten. - Der Verein der Freunde der Staatsbibliothek verleiht seit 2000 einen Preis, der den Namen Herrmanns trägt und Verdienste um die Staatsbibliothek würdigt.


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