Wohnort Käte Mugdan

Bezirk: Treptow-Köpenick
Adresse vor 1945: Baumschulenweg, Güldenhofer Ufer 10
Adresse heute: Güldenhofer Ufer 10, 12437 Berlin

Im August 1942 zeichnete sich ab, dass die Deportation von Käte Mugdan (*1859, geb. Rosenthal) als Jüdin bevorstand. Ihr Enkel Heinrich war nach Berlin gekommen, um seiner Großmutter vor der Verhaftung zur Flucht zu verhelfen. Diese entschied sich jedoch für den Freitod.
Nachdem sie ihren Haushalt aufgeteilt und sich von ihren Lieben verabschiedet hatte, nahm sie sich am 27. August 1942 das Leben. Ihr Enkel zeichnete diese letzte Zeit mit seiner Großmutter auf.

Zum 25. August zitiert er sie:
„`Ich habe wirklich ein schönes Leben gehabt bis zuletzt. Aber dort – fern von meinen Lieben … das möchte ich nicht.´ … Immer klarer ging sie auf das Ende zu.“

Und am 27. August vermerkt er:
„Der vergebliche Versuch mit dem Einatmen von … Blausäuregas … Um vier Uhr muß ich sie wecken, trinken lassen. Die schrecklichen Minuten bis 4.13 Uhr. Die letzten Dienste.“


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