Synagoge Isarstraße

Bezirk: Neukölln
Adresse vor 1945: Isarstraße 8
Adresse heute: Isarstraße 8, 12053 Berlin

Der Israelitische Brüder-Verein Rixdorf e.V. erbaute 1907 die Synagoge Isarstraße. Es war Tradition, an hohen Feiertagen in das Fürbittengebet den jeweiligen Landesherren einzuschließen. Dieser Brauch wurde in der Weimarer Republik mit Gebeten für die Regierung oder ähnliche Institutionen fortgeführt. Im Herbst 1933 schlug Rabbiner Georg Kantorowsky (1883-1972; 1917 bis 1938 Rabbiner in der Synagoge Isarstraße) im Gottesdienst vor, hierauf zu verzichten. Der "Landesherr" wäre Adolf Hitler gewesen. Kantorowskys öffentliches Bekenntnis war mutig.
Am 9. November 1938 wurde das Gotteshaus bei den Pogromen zerstört. Kantorowsky konnte über Schanghai in die USA emigrieren.


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