Institut für Sexualwissenschaft

Bezirk: Mitte
Adresse vor 1945: In den Zelten 9A-10 / Beethovenstr. 3
Adresse heute: Spreeuferweg, 10557 Berlin

Hier befand sich das Institut für Sexualwissenschaft. Es war 1919 durch den Arzt und Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld (1868-1935) gegründet worden und diente als Forschungsstelle, als Fortbildungseinrichtung für Ärzte und als Beratungsort für Menschen in sexueller Not. Sexualreformerischen Organisationen bot sich hier ein Tagungsraum. Hirschfelds jüdische Herkunft, sein Eintreten für die Rechte Homosexueller und seine sexuelle Liberalität führten bereits vor 1933 zu Morddrohungen gegen ihn. Seit 1931 arbeitete er in den USA, danach in Asien, dem Orient, der Schweiz und schließlich in Frankreich. 1935 starb Hirschfeld in Nizza. Das Institut wurde im Zuge der Bücherverbrennungen am 6. Mai 1933 verwüstet. Heute erinnert eine Gedenktafel an das frühere Institutsgebäude. Den Namen des Institutsgründers tragen das Magnus-Hirschfeld-Ufer in Berlin, die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld wie auch die Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. zur Erforschung der Geschichte der Sexualwissenschaft.


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