Mosse-Haus

Bezirk: Mitte
Adresse vor 1945: Schützenstraße 18-25
Adresse heute: Schützenstraße 18-25, 10117 Berlin

Das hier befindliche Gebäude wurde von 1901 bis 1903 erbaut und durch die Architekten Erich Mendelsohn (1887-1953) und Richard Neutra (1892-1970) erweitert. Nach Bombenschäden aus dem Zweiten Weltkrieg ließ der Unternehmer Hans Röder das Gebäude nach dem Fall der Mauer originalgetreu restaurieren.
Hier befand sich der Zeitungsverlag von Rudolf Mosse (1843-1920). Zu dem liberalen Presseimperium zählten das "Berliner Tageblatt", die "Berliner Morgenzeitung", das "8-Uhr-Abendblatt" und das Satireblatt "Ulk". Journalisten wie Theodor Wolff (1868-1943) oder Kurt Tucholsky (1890-1935) sorgten für den überregionalen Ruhm der Blätter. Durch Übernahmen einzelner Zeitungen und Zensurmaßnahmen zerschlugen die Nationalsozialisten bis 1939 den Konzern gänzlich. Die jüdischen Autoren mussten fliehen.


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