Sammelgräber Friedhof Baumschulenweg

Bezirk: Treptow-Köpenick
Adresse vor 1945: Kiefholzstraße 221
Adresse heute: Kiefholzstraße 221, 12437 Berlin

Seit 1936 existierte nördlich von Berlin das Konzentrationslager Sachsenhausen. Nach dem fragmentarischen Forschungsstand von 2013 wurden von 1937 bis 1940 etwa 1.700 Tote, unter ihnen etwa 12% Juden, von hier, sowie in einem Fall aus dem Konzentrationslager Buchenwald, in das Krematorium Baumschulenweg zur Einäscherung gebracht.
Etwa 1.200 der KZ-Häftlinge wurden auf dem Friedhof Baumschulenweg auch beigesetzt. Die sterblichen Überreste der anderen Toten konnten an anderen Orten im Deutschen Reich und Polen bestattet werden.
Auch eingeäscherte NS-Opfer aus den Tötungsanstalten der T4-Aktion in Brandenburg an der Havel und Bernburg wurden auf dem Friedhof Baumschulenweg begraben.
Bis heute erinnert ein um 1956 errichteter Gedenkstein des Bildhauers Fritz Cremer (1906-1993) an hier ruhende Opfer der NS-Verfolgung.(1906-1993) an hier ruhende Opfer der NS-Verfolgung.


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