Synagoge Lindenstraße

Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
Adresse vor 1945: Lindenstraße 48-50
Adresse heute: Axel-Springer-Straße 48-50, 10969 Berlin

Seit 1891 befanden sich hier neben einem der größten liberalen jüdischen Gotteshäuser der Stadt eine Gemeindeschule sowie soziale Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde. Bei den Novemberpogromen 1938 wurde die Synagoge geschändet. Die hier ansässige "Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Arbeitsnachweise" bündelte die seit kurz vor der Jahrhundertwende entstehenden Arbeitsvermittlungen speziell für Juden. Die im Laufe der Jahre gesammelten Personaldaten missbrauchten die Nationalsozialisten ab 1940 im System der Zwangsarbeit für Juden. - Im Vorderhaus der einstigen Anlage wohnten 1942 Lotte und Siegbert Rotholz, Mitglieder der jüdisch-kommunistischen Widerstandsgruppe um Herbert Baum (1912-1942).
Durch Bombenangriffe im Februar 1945 wurde das Bau-Ensemble vollständig zerstört. Nach der Trümmerräumung im Jahr 1956 erinnert seit 1996 eine Gedenkinstallation von Zvi Hecker, Micha Ullmann und Eyal Weizmann, an die hier früher befindlichen Bänke der einstigen Synagoge Lindenstraße.


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