Haftort Columbia-Haus

Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
Adresse vor 1945: Columbiastraße 2
Adresse heute: Columbiadamm/Ecke Golßener Straße, 10965 Berlin

Ein Gedenkstein von 1995 erinnert heute noch daran, dass hier einstmals das Columbia-Haus stand. Von 1933 an war es zunächst ein Gefängnis, von 1935 bis 1936 diente es als sogenanntes "wildes Konzentrationslager". Unter den etwa 8.000 Häftlingen befanden sich hier auch prominente Juden wie etwa der Rechtsanwalt Hans Litten (1903-1938) oder der Rabbiner Leo Baeck (1873-1956). - Wachleute der SS, die im Columbia-Haus ihren Dienst versehen hatten, wurden, aufgrund ihrer hier gesammelten Erfahrungen später zuweilen auch in anderen Haftstätten eingesetzt. - Als das Columbia-Haus einer Erweiterung des Flughafens Tempelhof weichen sollte, wurden die Häftlinge nach Sachsenhausen (Oranienburg bei Berlin) gebracht und mussten hier ein neues Konzentrationslager errichten.


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