Friedhof Schönhauser Allee

Bezirk: Pankow
Adresse vor 1945: Schönhauser Alle 23-25
Adresse heute: Schönhauser Alle 23-25, 10435 Berlin

In der 1827 angelegten Begräbnisstätte liegen etwa 25.000 Menschen beerdigt: Prominente wie der Komponist Giacomo Meyerbeer (1791-1864), der Verleger Leopold Ullstein (1826-1899), der Textilunternehmer und Kulturmäzen Henri James Simon (1851-1932), der Bankier Gerson von Bleichröder (1822-1893), aber auch viele Unbekannte, unter ihnen zahlreiche osteuropäische Einwanderer aus dem Scheunenviertel.
Teile des Geländes wurden in den 1840er Jahren als Laubenkolonie zweckentfremdet. 1880 schloss man den Friedhof. Weitere Bestattungen fanden auf dem Friedhof Weißensee statt. Bis 1942 und wieder ab 1945 gab es an der Schönhauser Allee jedoch noch vereinzelt Beisetzungen. Dies gilt etwa für den Maler Max Liebermann (1847-1935). Seine Frau Martha Liebermann (1857-1943), die sich aus Angst vor der Deportation in das Ghetto Theresienstadt das Leben genommen hatte, konnte zunächst nicht bei ihrem Mann beerdigt werden, da die Behörden dies verhinderten. Erst 1960 erfolgte ihre Überführung vom Friedhof Weißensee hierher.


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