Synagoge Rykestraße

Bezirk: Pankow
Adresse vor 1945: Rykestraße 53
Adresse heute: Rykestraße 53, 10405 Berlin

Das 1904 errichtete Gotteshaus galt in seiner Zeit mit über 2.000 Plätzen als eine der größten Synagogen Europas. Der Neubau war durch den Zuzug vieler Juden aus Osteuropa nach Berlin nötig geworden. Angeschlossen waren die III. Volksschule des "Jüdischen Schulvereins" sowie die VI. Religionsschule. Nach 1933 bereitete der "Jüdische Schulverein" zur Flucht Entschlossene auch auf die Emigration vor. Bei den reichsweit durch die Nationalsozialisten organisierten Novemberpogromen 1938 wurde die Inneneinrichtung der Synagoge zerstört, das Gebäude jedoch blieb unversehrt, da ein Brand Nachbarhäuser von Nichtjuden in Mitleidenschaft gezogen hätte. Bis April 1940 konnten hier noch Gottesdienste stattfinden, dann entweihte die Wehrmacht die Synagoge als Depot. Am 29. Juli 1945 traute Rabbiner Martin Riesenburger hier das erste jüdische Paar nach dem Holocaust. In der Nachkriegszeit fanden mehrfach Renovierungen und Umbauten statt. Zuletzt geschah dies im Jahr 2007.


Thumb c033a Thumb c033z