"Judenreferat" der Stapoleitstelle Berlin (Gestapo)

Bezirk: Mitte
Adresse vor 1945: Burgstraße 28
Adresse heute: Burgstraße 28, 10178 Berlin

Hier befand sich die für Berlin zuständige Stelle der Gestapo. Im dortigen "Judenreferat" wurden vielfältige Regelungen getroffen, um die in der Hauptstadt lebenden Juden zu stigmatisieren, zu entrechten, zu berauben oder zu vertreiben. Eine der vielen schikanösen Vorschriften, erlassen um den 23. August 1938, sah vor, Autos von Juden eine Nummernschild-Zahl über 355.000 zuzuteilen, sodass Verkehrspolizisten Fahrzeuge von Juden leichter identifizieren konnten. Verkehrsvergehen von Juden wurden stärker geahndet. Sie galten danach als vorbestraft.
Von der Burgstraße aus wurde zudem die Deportationen tausender Menschen auf der Ebene der Stadt Berlin in die Wege geleitet: die Verhaftung, Inhaftierung in Sammelstellen und -lagern sowie die Deportation in Konzentrationslager; die Organisation des Massenmords. Dies geschah in Abstimmung mit dem "Judenreferat" des Reichssicherheitshauptamts (vgl. Reichssicherheitshauptamt – Gestapo-Amt).


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