Wohnung Franz Hessel

Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
Adresse vor 1945: Hohenstaufenstraße 21
Adresse heute: Hohenstaufenstraße 21, 10779 Berlin

Der Autor und Übersetzer Franz Hessel (1880-1941) wohnte von 1928 bis zu seiner Emigration 1938 hier. Er hatte ab 1888 in der Genthiner Straße 43 gelebt und war nach einem längeren Aufenthalt in Paris 1928 nach Berlin zurückgekehrt. Hessel arbeitete nun als Lektor im Rowohlt-Verlag und übersetzte Werke von Giacomo Casanova, Honoré de Balzac und Marcel Proust. Trotz Berufsverbots ab 1933 entschloss er sich erst kurz vor den Novemberpogromen 1938 zu seiner Frau nach Paris zu fliehen. Nach der Besetzung Frankreichs durch die Deutschen wurde er zeitweilig interniert. Er starb kurz nach der Freilassung an den Folgen der Lagerhaft in Sanary-sur-Mer. Sein Sohn Stéphane Hessel (1917-2013), einstiges Mitglied der Résistance und KZ-Überlebender, wirkte nach dem Zweiten Weltkrieg als Diplomat und Schriftsteller.


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