Synagoge Friedenstempel

Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
Adresse vor 1945: Markgraf-Albrecht-Straße 11/12
Adresse heute: Markgraf-Albrecht-Straße 11-12, 10711 Berlin

Die Synagoge Friedenstempel wurde 1923 eingeweiht. Ein wichtiger Initiator ihres Baus war der Betreiber des Lunaparks Halensee, Salomon Goldberg.
In diesem Gotteshaus wurden Liturgien nach liberalem Ritus abgehalten. Bei den Novemberpogromen 1938 wurde das Gebäude beschädigt. David Zwingermann und sein Freund Horst Löwenstein, beide damals 14 Jahre alt, retteten aus der ausgebrannten Synagoge zwölf unversehrt erhaltene Thorarollen. Vorbei an den Umstehenden, an Nationalsozialisten in Uniform, bugsierten sie die Rollen in ein herbeigewunkenes Taxi. Die Thorarollen wurden versteckt und bald darauf der Gemeinde zurückgegeben. Zwingermann emigrierte nach England. Löwenstein wurde Ende 1941 im Ghetto Riga ermordet.
1959 wurde die Ruine der einstigen Synagoge abgerissen.


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