Jüdischer Kulturbund

Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
Adresse vor 1945: Kommandantenstraße 57
Adresse heute: Kommandantenstraße 57, 10969 Berlin

In dem früher hier befindlichen Gebäude unterhielten die Brüder Donat und Anton Herrnfeld von 1906 bis 1916 ein populäres jüdisches Theater. Von 1935 bis 1941 nutzte es der von Kurt Singer maßgeblich mit gegründete und von ihm auch als Intendant unterstützte "Kulturbund deutscher Juden" (vgl. Wohnung Kurt Singer - Gründungsort des Kulturbundes) für Theater- und Konzertaufführungen. Jüdische Künstler belegte das Reichspropagandaministerium in der NS-Zeit mit Berufsverbot. Nur im Kulturbund bot sich ihnen die Chance, weiter in ihrem Beruf tätig zu sein.
Der Kulturbund deutscher Juden musste sich ab 1935 zwangsweise in Jüdischer Kulturbund umbenennen. - Etwa 50 Premieren kamen noch zur Aufführung. 1938/39 konnte unter dem Druck der Nationalsozialisten die künstlerische Arbeit in einem benachbarten, heute ebenfalls zerstörten Gebäude nur mehr sehr eingeschränkt aufrecht erhalten werden. Ab 1942 befand sich hier ein Zwangsarbeiterlager der Firma Siemens.


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