KaDeWe

Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
Adresse vor 1945: Tauentzienstraße 21-24
Adresse heute: Tauentzienstraße 21-24, 10789 Berlin

Adolf Jandorf (1870-1932) gründete 1907 das Kaufhaus des Westens (KaDeWe). Er folgte dabei als einer der Ersten in Deutschland dem amerikanischen Vorbild großer Warenhäuser mit einem umfassenden Angebot. 1926 veräußerte Jandorf das KaDeWe an den Warenhauskonzern Hermann Tietz (Hertie). Das KaDeWe wurde, wie andere Kaufhausfirmen auch, zum Gegenstand einer antisemitischen und antimodernistischen Propaganda der Nationalsozialisten, die Kaufhäuser als "jüdisch-ausbeuterisch" verunglimpften. Beim reichsweit inszenierten "Boykott jüdischer Geschäfte" Anfang April 1933 postierten sich SA-Leute vor Läden und Warenhäusern, die als von Juden betrieben wurden oder die man im Besitz von Juden vermutete. Die SA-Männer beschmierten und beschädigten Ladenfenster und hinderten Menschen am Betreten der Geschäfte. Auch das KaDeWe war von derartigen Ausschreitungen betroffen.


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