Max Herrmann

Als „letzter jüdische Leser“ der Staatsbibliothek Berlin in der NS-Zeit gilt Max Herrmann. Der 1865 in Berlin geborene Herrmann lehrte als Professor für Germanistik an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin. Seine 15.000 Manuskriptdrucke umfassende Sammlung von Bühnenstücken übergab er der Bibliothek zur Aufbewahrung. 1933 drängte man ihn aus dem Amt. Als Privatgelehrter konnte er mit einer Sondergenehmigung das Benutzungsverbot der Bibliothek für Juden umgehen. 1938 wurde seine der Bibliothek übergebene Sammlung eingezogen. 1941 untersagte die Staatsbibliothek ihm die Benutzung von Bibliotheksbeständen. Im September wurde er über das Sammellager Jüdisches Altersheim Große Hamburger Straße in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo er am 17. November 1942 starb.


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