Magnus Hirschfeld

Magnus Hirschfeld wurde 1868 in Kolberg geboren. Sein Vater war Mediziner. Schon Ende des 19. Jahrhundert wandte sich auch der Sohn der medizinischen Wissenschaft zu. Den gedanklichen Gegensatz von Mann und Frau löste er zugunsten der Annahme weiblicher und männlicher Anteile in jedem Individuum auf. Er propagierte Toleranz gegenüber sexuellen Orientierungen wie Homosexualität, Bisexualität oder Transvestitentum. 1897 gründete er in seiner Wohnung (heute: Otto-Suhr-Allee 93) einen Verein für die Rechte Schwuler. Von 1907 bis 1909 war Hirschfeld Gerichtsgutachter in der Harden-Eulenburg-Affäre, in der es um die angebliche Homosexualität von Mitgliedern aus dem Hofstaat Kaiser Wilhelms II. ging. Das von Hirschfeld privat gegründete Institut für Sexualwissenschaft bestand bis 1933. Er starb 1935 im Exil.


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