Theodor Wolff

Theodor Wolff wurde 1868 in eine großbürgerliche jüdische Familie in Berlin geboren. 1887 nahm ihn sein Vetter Rudolf Mosse (1843-1920) in seinen Zeitungsverlag auf. 1906 wurde Wolff Chefredakteur des liberalen "Berliner Tageblatts". Bereits in der Weimarer Republik sah Wolff sich antisemitischen Schmähungen ausgesetzt. Er fürchtete ähnlich wie Walther Rathenau ermordet zu werden. Im Februar 1933 floh Wolff in die Schweiz und von hier nach Nizza. Sein Versuch, nach der Besetzung Frankreichs in die USA zu gelangen, scheiterte. Am 23. Mai 1943 wurde er in Südfrankreich verhaftet und an die Gestapo ausgeliefert. Über französische Haftorte kam er in das Konzentrationslager Sachsenhausen. Dort schwer erkrankt, verlegte man ihn in das Jüdische Krankenhaus Wedding (vgl. Jüdisches Krankenhaus Wedding). Hier starb Wolff am 23. September 1943.


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