Regina Jonas

Regina Jonas (1902-1944) wuchs in einer strenggläubigen Berliner Familie auf. Als ausgebildete Lehrerin an Mädchenschulen verdiente sie das Geld, um die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums besuchen zu können. Als einzige der wenigen Studentinnen wollte sie Rabbinerin werden, was ihr als - wohl erster Frau weltweit - gelang. 1930 erwarb sie einen Abschluss als Religionslehrerin und durfte nun unterrichten und predigen. 1935 erfolgte ihre Einführung in das Amt als Rabbinerin. Jonas musste seit 1941 Zwangsarbeit verrichten. Am 5. November 1942 wurde sie in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Hier hielt sie noch Vorträge und predigte für Mitgefangene. Im Oktober 1944 wurde sie in das Konzentrationslager Auschwitz verschleppt und dort vermutlich am 12. Dezember des Jahres ermordet.


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