Inge Deutschkron

Inge Deutschkron (*1922) wollte als Jüdin mit ihrer Mutter aus Berlin fliehen. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges machte dies jedoch unmöglich. Von 1941 bis 1943 fand sie einen gewissen Schutz vor der Deportation durch die Arbeit in der Blindenwerkstatt Otto Weidt. Danach und bis zur Befreiung überlebte sie im Untergrund. Nach dem Krieg arbeitete sie als Journalistin und Publizistin. Sie berichtete beispielsweise für die israelische Zeitung Maariw über die Frankfurter Auschwitz-Prozesse seit 1963. Aus Enttäuschung über den fortwährenden Antisemitismus in Westdeutschland und die Judenfeindlichkeit der 1968er-Bewegung, verließ Inge Deutschkron die Bundesrepublik und ging nach Israel. Seit 2001 lebt sie wieder in Berlin.


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Inge Deutschkron
(Aufnahme undatiert)

Landesarchiv Berlin