Otto Weidt

1883 in Rostock geboren, wuchs Otto Weidt als Sohn eines Tapezierers und seiner Frau in Berlin auf. Als junger Mann wandte er sich der anarchistischen Bewegung zu. Selbst beinahe erblindet, gründete Weidt 1936 in Berlin-Kreuzberg eine Besen- und Bürstenbinderei. 1940 zog die Blindenwerkstatt Otto Weidt in die Rosenthaler Straße. Otto Weidt - selbst nicht jüdisch - rettete, zusammen mit anderen, vielen Juden das Leben. Nach Kriegsende führte er seine Werkstatt weiter. Er setzte sich 1947 für ein Holocaust-Mahnmal in Berlin ein und spendete sein Privatvermögen für den Aufbau eines neuen Jüdischen Alten und Kinderheims in Pankow.


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