Hans Litten

Hans Litten wurde als Sohn eines Juristen und seiner Frau geboren. Obwohl getauft, bekannte er sich zum Judentum. Ausgestattet mit einer umfassenden humanistischen Bildung wurde er Rechtsanwalt. Er wandte sich Sozialdemokraten und Kommunisten zu, für die er sich auch vor Gericht einsetzte. Den persönlichen Zorn Adolf Hitlers (1889-1945) zog sich Litten im Edenpalast-Prozess 1931 zu. Durch geschickte Fragen vermochte er Hitler zu entlocken, dass der Überfall von SA-Leuten auf das von Linken besuchte Tanzlokal zentral durch die NSDAP gesteuert worden war.
Bereits im Februar 1933 wurde Litten verhaftet. Er durchlief zahlreiche Haftstätten, darunter den Haftort Columbia-Haus. Am 4. oder 5. Februar 1938 erhängte er sich im Konzentrationslager Dachau. Sein Selbstmord war Folge der jahrelangen Inhaftierung und Folter.


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