Samuel Fischer

Der aus Ungarn stammende Samuel Fischer (1859-1934) gründete als gelernter Buchhändler 1886 in Berlin den S. Fischer Verlag. Dieser entwickelte sich rasch zu einem geistig-literarischen Zentrum in Deutschland. Zu den hier verlegten weltberühmten Autoren zählten unter anderem Gerhart Hauptmann (1862-1946), Arthur Schnitzler (1862-1931), Thomas Mann (1875-1955), Hugo von Hofmannsthal 1874-1929), Walther Rathenau (1867-1922) oder Hermann Hesse (1877-1962).
Seit 1905 wohnte Samuel Fischer im Berliner Grunewald (vgl. Wohnhaus Samuel Fischer).
Der Verleger wollte, trotz Bücherverbrennungen, Zensurmaßnahmen und der Verfolgung von Juden, nicht an eine ernsthafte Gefahr für seinen Verlag glauben. Eine Emigration schied für ihn aus. Schließlich war es sein Schwiegersohn Gottfried Berman-Fischer (1897-1995), der den Verlag im Exil über die NS-Zeit rettete. Fischer starb 1934 an Altersschwäche.


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