Max Liebermann

Liebermanns (1847-1935) malerisches und zeichnerisches Werk steht am Übergang vom Naturalismus zur klassischen Moderne. Er begründete 1892 die Berliner Secession (zunächst "Vereinigung der XI"). Von 1920 bis 1933 leitete er die Preußische Akademie der Künste. In seinen weltberühmten Arbeiten widmete er sich auch jüdischen Motiven. Jedoch erst der erstarkende Nationalsozialismus weckte in ihm ein Interesse am Zionismus. Beim Parademarsch der Nationalsozialisten durch das Brandenburger Tor am 30. Januar 1933 sprach er seine berühmten Worte: "Ick kann jarnich so ville fressen, wie ick kotzen möchte." 1935 starb Max Liebermann. Seine Frau Martha Liebermann beging angesichts der drohenden Deportation 1943 Selbstmord. Das Grab der Eheleute befindet sich auf dem jüdischen Friedhof Schönhauser Allee.


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