Martha Liebermann

Martha Marckwald (1857-1943) lernte den Maler Max Liebermann (1847-1935) schon als Kind kennen. Liebermanns Vater Louis, wurde nach dem Tod von Marckwalds Vater zum Vormund des Mädchens bestellt. Martha Marckwald und Max Liebermann heirateten 1884. Dem Paar wurde 1885 die Tochter Marianne Henriette Käthe geboren. Als Witwe musste Martha das Haus der Liebermanns am Pariser Platz unter dem Druck der Nationalsozialisten verlassen. Der Versuch, zu emigrieren, scheiterte. Martha Liebermann erlitt im Winter 1942 einen Schlaganfall. Nachdem sie am 5. März 1943 eine Aufforderung erhalten hatte, sich zur Deportation in das Ghetto Theresienstadt einzufinden, beging sie Selbstmord. Ihre Beisetzung neben dem Grab ihres Mannes auf dem Friedhof Schönhauser Allee wurde durch NS-Behörden verhindert. Sie wurde daher zunächst auf dem Friedhof Weißensee beerdigt. Erst nach 1960 konnte sie beim Grabmal Max Liebermanns ihre letzte Ruhe finden.


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