Gertrud Kolmar

Gertrud Kolmar (ein Pseudonym für Gertrud Käthe Chodziesner) wurde in Berlin 1894 geboren. Ihre Eltern waren der Rechtsanwalt Ludwig Chodziesner und seine Frau Elise, eine Verwandte von Walter Benjamin (1892-1940). Nach der Ausbildung als Sprachenlehrerin arbeitete sie im Ersten Weltkrieg als Zensorin im Kriegsgefangenenlager Döberitz. Bereits 1917 erschien auch ihr erster Gedichtband. In der Zwischenkriegszeit war sie in verschiedenen deutschen Städten als Erzieherin tätig; ab 1928 als Sekretärin ihres Vaters. Ihre Gedichte wurden in der NS-Zeit verboten. Der Zwangsverkauf des elterlichen Hauses in Falkensee bei Berlin nötigte sie mit ihrem Vater in ein "Judenhaus" (vgl. Wohnort Gertrud Kolmar) überzusiedeln. Anfang 1943 wurde sie von hier in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort ermordet.


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