Kurt Jakob Ball-Kaduri

Kurt Ball (1891-1976) war Rechtsanwalt in Berlin mit einer Spezialisierung auf Steuerecht. Nach der Errichtung der NS-Diktatur beriet er Juden, die auswandern wollten und war Referent der Reichsvereinigung der deutschen Juden. In der Folge der antijüdischen Ausschreitungen am 9./10. November verhaftete ihn die Gestapo am 11. November 1938 und hielt ihn bis zum 16. Dezember im KZ Sachsenhausen gefangen. Nach vierjährigem Bemühen verließ er am 23. Dezember 1938 Deutschland. In Palästina begann er ab 1944 Berichte von Juden über das nationalsozialistische Deutschland zu sammeln. Hieraus entstanden in der Nachkriegszeit verschiedene Publikationen und die Arbeit mit Zeitzeugen in der Gedenkstätte Yad Vashem. Ball nahm den Namen Ball-Kaduri an. 1976 starb er in Tel Aviv.


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