Leonore Goldschmidt

Leonore Goldschmidt (1897-1983) studierte Geschichte, Germanistik und Anglistik. Nach der Promotion war sie Lehrerin in England. Seit 1925 arbeitete sie am Sophie-Charlotte-Gymnasium in Berlin. 1933 wurde ihr als Jüdin gekündigt. Im Mai 1935 eröffnete sie die Private Jüdische Schule Dr. Leonore Goldschmidt. Diese expandierte rasch zur größten Privatschule Berlins. 1937 wurden hier 520 Kinder von 40 Lehrern/innen betreut. Nach der durch die NS-Behörden erzwungenen Schließung Ende September 1939 emigrierte Leonore Goldschmidt zusammen mit 80 Schüler/innen nach Großbritannien. Im Mai 1940 musste sie ihr Schul-Institut hier schließen. Bis 1968 arbeitete sie danach an verschiedenen englischen Schulen. Nach der Pensionierung studierte Goldschmidt Russisch und lebte in London.


Thumb d006b Thumb d006a