Leo Baeck

Leo Baeck (1873-1956) besuchte das Rabbinerseminar in Breslau. Nach dem Studium der Philosophie, Geschichte und Religionsphilosophie wurde er Rabbiner in Oppeln, Düsseldorf und 1912 in Berlin. Von 1913 bis 1942 wirkte er hier als Dozent an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. Im Ersten Weltkrieg war er Feldrabbiner. Er gilt als einer der bedeutendensten jüdischen Gelehrten und führender Vertreter des liberalen Judentums. 1933 wurde er Präsident der Reichsvertretung der deutschen Juden. Hier setzte er sich für bedrängte Juden ein, verhalf ihnen zur Auswanderung. Er überlebte die Haft im Ghetto Theresienstadt, 1943 bis 1945. Wie schon als Präsident der Reichsvereinigung setzte sich Baeck auch als Mitglied des Ältestenrates im Ghetto bei den NS-Behörden für die Verfolgten ein. Zudem unterstützte er Mithäftlinge mit seiner reichen intellektuellen Aktivität durch geistigen Zuspruch. Nach der Befreiung lebte Baeck in London.


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