Kurt Singer

Kurt Singer, Sohn eines Rabbiners aus Westpreußen, studierte Medizin und Musikwissenschaften. Er arbeitete seit 1908 als Nervenarzt an der Berliner Charité. Sein Spezialgebiet wurden die Berufskrankheiten von Musikern. Von 1927 bis 1931 war er stellvertretender, dann Intendant der Städtischen Oper Berlin. Nach der Gründung des Kulturbundes deutscher Juden (kurz: Jüdischer Kulturbund) befand sich Singer zeitweilig im niederländischen Exil. Er kehrte jedoch nach Berlin zurück. Hier wurde er 1943 verhaftet. Die Gestapo deportierte ihn zunächst in das Konzentrationslager Westerbork und von hier 1944 in das Ghetto Theresienstadt, wo er im selben Jahr starb.


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