Walther Rathenau

Walther Rathenau (1867-1922) wurde als Sohn des späteren Elektroindustriellen Emil Rathenau (Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft = AEG) und seiner Frau Mathilde in Berlin geboren. Bis zur Jahrhundertwende sollte Walther Rathenau zu den einflussreichsten Industriellen und Bankiers in Europa gehören. Er trat auch mit etwa 160 philosophischen, kulturkritischen, politischen und belletristischen Publikationen hervor. Mit der ehrenamtlichen Übernahme der Rohstoffbewirtschaftung des Deutschen Reichs zu Beginn des Ersten Weltkriegs gelang ihm der Einstieg in die Politik. Für lange Zeit "graue Eminenz", wurde er 1921 Reichsminister für Wiederaufbau und 1922 Reichsaußenminister. Seine Ermordung 1922 durch deutsch-völkische Attentäter löste weltweites Entsetzen aus.


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