Rudolf Nelson

Rudolf Nelson (1878-1960), Kabarettist, Pianist, war eigentlich kaufmännischer Angestellter. Er gab diesen Beruf für die Kleinkunst auf. Schon vor dem Ersten Weltkrieg sammelte er Erfahrungen als Theaterdirektor und Komponist von Operetten. 1919 gründete er die Nelson-Festspiele, 1920 in Nelson-Theater umbenannt, an der Ecke Fasanenstraße/Kufürstendamm. In dem Revuetheater wurden unter anderem Aufführungen mit Texten von Walter Mehring oder Kurt Tucholsky präsentiert. Hier trat Josephine Baker 1926 erstmals in Berlin auf. Bald darauf wechselte Nelson in das "Palmenhaus" (heute: Kurfürstendamm 193/194). Im Exil leitete Nelson dann unter anderem das Exilkabarett La Gaité in Scheveningen. 1949 schrieb er mit "Berlin Weh" seine letzte Revue. Insgesamt waren es über 130. Zu seinen bekanntesten Schlagerkompositionen (insgesamt über 4.000 Titel) zählt "Tulpen aus Amsterdam". Nelson ist auf dem Waldfriedhof Berlin-Dahlem beigesetzt.


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